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Schulleben an der Gemeinschaftsschule

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"The Show must go on" an der Gemeinschaftsschule Rot am See

Gemäß dem Song der englischen Rockband Queen trudelten seit der ersten Maiwoche wieder Schülerinnen und Schüler der prüfungsrelevanten Klassen, der 4. Klassen und der erweiterten Notfallbetreuung ein, damit der Schulalltag wieder Fahrt aufnehmen konnte.


Doch von „Show“ war alles noch weit entfernt, eher mutete die ganze Situation wie eine Freakshow an, als die Kids an der Bushaltestelle von mit Mundschutz vermummten Lehrern in Empfang genommen wurden. Ein Willkommenslächeln ist unter einer Maske nur schwer zu vermitteln, doch die einladenden Gesten waren deutlich: „Schön, dass ihr wieder da seid!“


Das Eingangsportal weit offen, flankiert wie Wasserspeier, stehen dort an beiden Seiten die Spender mit den Desinfektionsmitteln. Genauso häufig wie die Malereien und Zeichnungen der Schüler, hängen nun allerorts in den Gängen laminierte Plakate mit Warnungen zum Abstand halten, über den sorgsamen Umgang miteinander und über die wichtige Körperhygiene. Beim Betreten der Klassenzimmer fallen sofort die weit voneinander drapierten Arbeitstische auf, und – als wäre das alles nicht genug – trifft man nur auf einen Teil seiner Mitschüler, da wegen der Abstandspflicht vorläufig nur in Kleingruppen unterrichtet werden darf.


„Das wirkte anfangs bizarr, fast wie in einem Zukunftsfilm! Dazu diese Stille – „Sogar das Geschrei der Grundschüler fehlt mir“, meint ein Schüler. „Doch man gewöhnt sich schnell dran. Die Lehrer und meine Klassenkameraden haben mir den Neueinstieg leichtgemacht. Am Anfang der Krise vor zwei Monaten dachte ich noch: Wie geil, aber dann wurde mir schnell langweilig. Mir wurde klar, dass ich es einfach gewöhnt bin, in die Schule zu gehen. Und jetzt bin ich so froh, wieder hier zu sein!“


Der noch sehr eingeschränkte Schulalltag wird weiterhin ergänzt durch die Maßnahmen der GMS Rot am See, die es schon während der „Coronaferien“ gab und vor allem für die Kinder aktiv sind, welche die Zwangsferien noch nicht beenden durften. Zentraler Bestandteil des Fernunterrichts ist die digitale Schulplattform „IServ“. In Form eines einfach zu handhabenden Downloads erhalten die Schüler von ihren Lehrern Aufgabenpakete, Heim-Stundenpläne, Links zu Lehrfilmen und weitere Informationen, die zu beachten sind. Auf die gleiche Weise können bearbeitete Aufgaben wieder zur Kontrolle eingestellt werden. Ein wichtiger Teil der Kommunikation läuft über einen Messenger oder über Mails, für das die Lehrkräfte tagsüber und häufig auch am Wochenende Rede und Antwort stehen. Zu Videokonferenzen bietet die Schulplattform ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Gerade die Prüfungsklassen werden häufig in Live-Schaltungen unterrichtet und treffen sich gemeinsam in einem virtuellen Klassenzimmer.


Unerlässlich als Ergänzung zum digitalen Baustein erweist sich das analoge Angebot in Rot am See. Sämtliches Material kann an der Schule abgeholt werden, denn Sekretariat und Schulleitung sind zu den schon vorher üblichen Schulzeiten permanent besetzt; die Schultür weiterhin geöffnet. Auf gleichem Wege kann alles wieder erledigt abgeliefert oder per Post zugesandt werden. Schulsekretärin Frau Eign hält den Kopierer fleißig am Laufen, wenn Kinder und Eltern ihre von den Lehrkräften bereitgestellten Lernpakete abholen und hilft geduldig bei persönlichen oder telefonischen Anfragen.


Schulleiter Glemser betont dabei, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen (auch technischen) Voraussetzungen der Kinder daheim nicht aus den Augen zu verlieren. Es sei entscheidend, dass der Kontakt und die Beziehung zwischen Schülern, Eltern und Lehrern nicht abbrächen. „Je nach Klassenstruktur hat jeder Lehrer wiederum eigenverantwortlich individuelle Entscheidungen zu treffen, wie dieser Kontakt am besten gelingt und wir als Schule den Schülern und Familien beim Homeschooling am besten helfen können.“ Dazu tragen Videokonferenzen, Messengerangebote, virtuelle Klassenzimmer, aber auch persönlichen Materialübergaben am Wohnort (immer natürlich im Rahmen der Abstandsregelung) bei.


„Als Gemeinschaftsschule setzen wir auf das Prinzip des selbständigen und individuellen Lernens – nun ist die Hoffnung, dass die Schüler das verinnerlicht haben und jetzt in dieser schwierigen Zeit anwenden können. Auch wenn wir wissen, dass es natürlich etwas ganz Anderes ist, diese Aufgaben nun alleine Zuhause lösen zu müssen. Trotzdem wäre es schön, wenn wir dem Versuch, dieses Prinzip zu vermitteln, im Großen und Ganzen gerecht werden konnten.“


Einen weiteren freudigen Ausblick darf die Schule zudem noch verkünden: Die Stille im Gebäude und die typische Lebhaftigkeit der Grundschüler wird sich bald teilweise wiedereinstellen. Seit dem 18.Mai sind – zumindest an einzelnen Tagen - die 4.Klässler zurück und nach den Pfingstferien werden alle SchülerInnen unserer Schule zumindest tageweise wieder an die Schule kommen. In welchem Umfang, an welchen Tagen und in welchen Fächern wird von Klasse zu Klasse unterschiedlich sein, die SchülerInnen und Eltern bekommen dazu aber zeitnah einen Brief.


Sebastian Glemser
Schulleitung

Notbetreuung in der Mensa
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Prüfungsvorbereitung in Klasse 9
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